WIP: Ein Schlachtruf

Nachdem mein erster Roman beinahe minutiös durchgeplant war (zumindest was die ersten fünf Kapitel anging) und gnadenlos gescheitert ist, habe ich folgendes beschlossen: Ich mach das einfach mal (das blöde „L“ auf meiner Tastatur klemmt :(, wie das „Ü“ im Übrigen auch) ohne Plan.

Bisher war bei mir scheinbar jedes Projekt zum Scheitern verurteilt, das ich durchgeplant habe. Das kann zwei Gründe haben:

  1. Ich kann einfach nicht schreiben. Das ist allerdings ein ziemlich blöder Gedanke, der einen in so richtig Depri-Montagsstimmung versetzt. Brauche ich einfach nicht.
  2. Es lag daran, dass ich einen verdammten Plan hatte. Mag auf den ersten Blick blöd klingen, wer mich aber besser kennt, weiß dass ich mitunter ziemlich verpeilt sein kann.

Was mache ich also? Richtig, ich hau den Plan einfach in die Tonne, bevor er mir wieder mein Projekt in die Tonne haut. Ich setze mich also ab heute bis Mitte Mai jeden Tag eine Weile hin und schreibe (bzw. arbeite am Manuskript). Das heißt jetzt 91 Tage richtig Vollgas bevor es in die wirklich heftige Phase geht (heftig im Sinne von: Ich war noch nie soweit). Danach kommen Testleser, Überarbeitung bis der Arzt kommt, schlaflose Nächte und eine Veröffentlichung, mit der ich am Ende wirklich sagen kann: Ich bin angekommen. Jetzt darf ich mich auch Schriftsteller nennen (nach einem veröffentlichten Roman ist man noch kein Profi, aber immerhin hat man dann einen ersten riesigen Schritt in eine [hoffentlich] erfolgreiche Karriere geschafft).

Bis dahin ist es noch ein steiniger Weg, auf dem ich mir zwischenzeitlich das eine ums andere Mal die Füße wund laufen werde.

Aber:  Ich will das Ziel erreichen, ich kann das Ziel erreichen und ich werde das Ziel erreichen!

 

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