Nordwind oder: meine Rückkehr nach Astoría

Ein herausragender Deal

Wie der eine oder andere Leser vielleicht mitbekommen hat, hatten Marlen und Ich gestern eine kleine Wette am Laufen, die ich – nach den Bedingungen, die ich selbst gesetzt habe – leider verloren habe. Nun, ich wäre natürlich nicht ich, wenn ich nicht einen hohen Wetteinsatz gemacht hätte. Nun da ich die Wette verloren habe, muss ich liefern und meinen Einsatz offenlegen.

Natürlich sollte nicht nur Marlen etwas von meinen Wettschulden haben, das wäre irgendwie unfair. Also habe ich etwas versprochen, das sie sich schon lange wünscht, von dem aber alle Anderen auch etwas haben (sollten).

Endlich.

Manch einer mag es an der Überschrift erkannt haben: Ja – Trommelwirbel für die Katze, die gerade mit viel Tamtam den Sack verlässt -, ich habe Marlen versprochen, ihr endlich einen Roman zu schreiben.

Tja, nun habe ich bis zum 31. Juli Zeit, einen Roman (den ich mir selbst aussuchen darf und zu dem es gleich mehr zu sagen gibt) mit mindestens 92.000 Wörtern (was in etwa dem Umfang ihres Debüts Schatten entspricht) zu schreiben (jedenfalls in der ersten Rohfassung, damit sie testlesen kann).

Macht euch also gefasst. Selbst wenn Marlen mich nicht mit ihrer Peitsche malträtiert (was sie ohne jeden Skrupel hin und wieder tun wird), werde ich also bis Ende Juli einen Roman schreiben. Wettschulden sind schließlich Ehrenschulden.

Sinn und Unsinn dieser Aktion

Mensch ist das ein ewiges Hin und Her mit meiner Schreiberei. Ich möchte an dieser Stelle erst einmal den Menschen danken, die mich trotzdem immer noch auf meinem Weg begleiten und sich weigern, mir in den sozialen Netzwerken zu entfolgen. Ihr seid super.

Was den Umfang angeht: Im NaNoWriMo geht es darum, 50.000 Wörter in einem Monat zu schreiben. Da halte ich einen Umfang von 92.000 in drei Monaten für durchaus möglich, auch wenn es schwierig wird. Und – auch wenn einige es wahrscheinlich nicht mehr hören können – am 31.07.2017 ist Abgabe bei Marlen. Je nachdem, was die Gute dann dazu sagt, wird das gute Stück 2018 im SP oder Verlag erscheinen (muss mir noch eine Liste von eben solchen zusammenstellen).

Kurz zum Inhalt

Ja, auch das habe ich in der Überschrift erwähnt: Schauplatz dieser Geschichte wird Astoría (genauer Inyca) sein. Ich habe ja bereits im Januar erwähnt, dass ich diese Welt nicht loslassen kann, auch wenn es Tränenherz nicht mehr geben wird. Zwar fange ich beim Titel komplett von Vorn an (wobei mir ein Arbeitstitel im Kopf umher schwirrt) und inhaltlich bin ich mir auch noch nicht hundertprozentig sicher, aber die Lore wird da schon was hergeben (ich meine, ich habe nicht umsonst beinahe 13 Monate ins Worldbuilding investiert. Aber eine Sache weiß ich: Es wird zwei Protagonisten geben.

Um deiner nächsten Aufforderung nachzukommen – ich kenne dich, Marlen -, erzähle ich sogar etwas darüber.

Die beiden Protagonisten (bzw. ein Protagonist und eine Protagonistin) tragen die Namen Renaris und Onyx und werden definitiv kein Liebespaar.

Renaris (der Protagonist) schleppt  einen Fluch mit sich herum. Er ist unsterblich, wurde im Gegenzug dafür aber dazu verdammt, mit seiner Seele von einem toten Körper zum Nächsten zu wandeln, wobei ihm jeder Körper bei lebendigem Leib verfault.

Onyx (die Protagonistin) hingegen kämpft seit fast zwei Jahrzehnten mit der Verarbeitung des Verlustes ihrer besseren Hälfte (Liebe in Inyca funktioniert ein wenig anders als wir es gewohnt sind, mehr dazu aber nicht mehr heute).

Da ich nicht aus purem Eskapismus schreibe (was dazu führen würde, dass meine Werke im Einheitsbrei der Mainstream-Fantasy untergingen), sondern auch ein bisschen Tiefe erzeugen möchte gibt es zwei wichtige Leitfragen (neben ein paar anderen Fragen) die sich durch das Projekt ziehen werden:

  1. Was kostet schon die Unsterblichkeit?
  2. Was treibt einen Menschen dazu, „gut“ oder „böse“ zu werden?

Was es noch zu sagen gibt

Hell yeah, Baby! Um ganz ehrlich zu sein: Jetzt habe ich endlich die Motivation, die ich brauche, um mir selbst in den Allerwertesten zu treten und das Projekt durchzuziehen. Wie bereits erwähnt: Wettschulden sind Ehrenschulden und ich will mich nicht lächerlich machen, indem ich es schon wieder schleifen lasse.

In diesem Sinne: Challenge accepted!

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