WIP: Eine sehr gute schlechte Nachricht

Und Schluss damit…

… in Zukunft werde ich vorerst keine Romane schreiben.

So, jetzt ist es raus. Demnach werde ich alle laufenden Projekte in Romanform abbrechen. Punkt. Das ging jetzt irgendwie leichter von der Hand, als ich erwartet hatte.

Schon wieder so eine radikale Veränderung (so langsam wird das zur traurigen Gewohnheit), nachdem der letzte Tapetenwechsel gar nicht allzu lang her ist.

Nur habe ich leider feststellen müssen, dass ich trotz meiner Teilnahme am Camp NaNoWriMo in den letzten zwei Wochen exakt 0 Wörter in irgendein Manuskript geschrieben habe. Auch der bisherige Rest des Jahres war nicht besser. Wenn es hochkommt, war mein Wordcount für 2017 wahrscheinlich noch nichtmal 5-stellig. Das ist einfach zu wenig.

Wenn ich in der Geschwindigkeit weiterschreibe, wird der erste Roman nicht vor 2020, wahrscheinlich sogar erst nach dem Master, fertig. So lange kann und will ich nicht warten. Denn ich bin mir ziemlich sicher: Wenn ich nicht 2017 irgendwas vernünftig fertig bekomme, wird das mit meiner „Karriere“ als Schriftsteller nie irgendwas.

Aus diesem Grund habe ich beschlossen, die bisherigen – als Roman geplanten – Projekte alle miteinander durch den Reißwolf zu jagen.

Und doch eine gute Nachricht

Moment, versteht mich jetzt nicht falsch. Es ist nicht mein Ziel, meine komplette „Karriere“ an den Nagel zu hängen. Das wäre eindeutig der ganz falsche Weg. Allerdings müssen sich gewisse Dinge ändern.

Mit den Geschichten werde ich es in Zukunft (zumindest vorerst) wie eine Kollegin halten und längere Kurzgeschichten veröffentlichen. Für Romane fehlt mir neben meinem Physikstudium und der Tatsache, dass ich gerade darauf hinarbeite, endlich in mein eigenes Leben zu starten (nix gegen Hotel Mama, aber irgendwann muss einfach Schluss sein) einfach die nötige Ausdauer.

Die kommenden Geschichten (von denen nach dem bisherigen Plan 4 für 2017 geplant sind) werden eine Gesamtlänge von 12.000 bis 15.000 Wörtern anpeilen und sowohl einzeln als E-Book (und Pseudo-Printausgabe), sowie jeweils zu fünft als Sammelband (E-Book und Print) veröffentlicht.

Wer jetzt mitgezählt hat, wird feststellen, dass ich so einen jährlichen Output von 72.000 bis 90.000 Wörtern (ungefähr 300 bis 375 Seiten) eingeplant habe, womit ich wieder bei meiner ursprünglichen Zielvorgabe von etwa einem Roman pro Jahr wäre.

Das Gesamtwortziel ist also in etwa gleich geblieben. Dennoch bin ich der Meinung, dass es sich so deutlich besser erreichen lässt.

Warum mehrere „kurze“ Geschichten besser als ein Roman sind

Während der letzten 15 Monate, in denen ich mich (mal mehr, mal weniger) intensiv mit dem Thema Schreiben auseinander setzte, ist mir eine Sache klargeworden. Ich bin kein Marathonläufer.

Ich erreiche mein Ziel nicht, indem ich loslaufe und erst wieder stehen bleibe, wenn ich die Ziellinie überquert habe. Stattdessen lege ich hin und wieder einen kurzen Sprint ein und mache danach wieder Pausen.

Und genau deshalb finde ich, dass mein neuer Plan so viel besser als der alte Plan ist.

Wer den bisherigen Beitrag halbwegs aufmerksam verfolgt hat, wird feststellen, dass ich mir einen Zeitraum von jeweils circa zwei Monaten zwischen zwei Veröffentlichungen gesetzt habe. In diesen 8 Wochen muss die Geschichte allerdings geplant, geschrieben und überarbeitet werden.

Für den geneigten Schreiberling mag das verdammt knapp klingen, lässt mir aber genug Zeit, um mich zwischen zwei Sprints ordentlich aufzuwärmen, um nicht Gefahr zu laufen, dass ich am Ende gar nicht mehr schreibe, was bei dem Versuch täglich zu schreiben zwangsläufig passieren wird (ich spreche an dieser Stelle aus Erfahrung).

Flexibilität und Vielfalt

Ein Vorteil – und da wird man mir kaum widersprechen – von vielen kurzen Geschichten gegenüber einer langen Geschichte ist die Vielfalt. Durch dieses Veröffentlichungsmodell kann ich viel öfter Experimente wagen.

Damit man sich auch etwas darunter vorstellen kann, gibt es hier die Cover der ersten beiden Projekte (eines davon dürfte dem Wiederholungsleser bereits bekannt sein) zu sehen:

Science-Fiction / Dystopie Deus In Vitro
– Klappentext tba. –
15.06.2017
Dark Fantasy Never Ever Forever
– Klappentext tba. –
10.08.2017

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