WIP: Von Puppen, Geschichtsstunden und Fundstücken

Dann melde ich mich mal aus meiner Versenkung. In den vergangenen zwei Wochen hat man irgendwie nur sporadisch ein Lebenszeichen von mir gesehen und der letzte Blogbeitrag ist auch schon wieder zwei Wochen her (der letzte WIP-Beitrag sogar etwas über einen Monat). Zeit also, euch mal wieder ein bisschen was zu erzählen.

Da war doch was mit einer verlorenen Wette.

Genau. Der Grund, aus dem ich endlich gewissenhaft an der Entstehung eines Romans arbeite ist folgender: Marlen. Bzw. war sie es, die eine – wie ich dachte – unmögliche Aufgabe mit Bravur gemeistert hat und mich dazu bringt, jetzt liefern zu müssen äh… dürfen.

Ohne jetzt noch zu sehr darauf einzugehen (ich meine, eben das an anderer Stelle bereits getan zu haben), hier noch einmal die Zielsetzung: 92.000 Wörter bis zum 31. Juli 2017. Der Rest bleibt erstmal mir selbst überlassen und es dürfte wohl die Wenigsten überraschen, dass bis heute noch nicht ein einziges Wort im Manuskript steht.

Die Sache mit der Puppe.

Aber darum soll es heute gar nicht gehen. Bevor ich mich wieder darüber auslasse, dass ich nirgends vorwärts komme (was nämlich ausnahmsweise nicht der Realität entspricht), kann ich endlich einmal über Fortschritte berichten.

Wie einige aufmerksame Menschen vielleicht festgestellt haben, habe ich gestern einen Blick auf mein Ideenbrett gewährt. Das entsprechende Bild ist auf Instagram zu finden und zeigt, sofern meine – nicht vorhandenen – Zeichenkünste das zulassen, eine Puppe. Also nicht so eine Puppe für den ganzen Voodoo-Kram, sondern erstmal schlichtweg eine Puppe, mit der man Kinder spielen lässt. Aber natürlich – und das hat Frau Schreibseele in einem äußerst lesenswerten Beitrag gezeigt – würde ich diese Puppe nicht zeigen, wenn sie keine essentielle Bedeutung für die Geschichte hätte. Ich würde sogar soweit gehen, zu sagen, dass sich diese Puppe (und andere ihrer Art) wie ein roter Faden durch den gesamten Roman ziehen werden. Dabei gibt es natürlich das eine oder andere Geheimnis zu entdecken, das Puppen so anhaftet, die jemand vor gut anderthalb Tausend Jahren hergestellt hat. So viel auch zu diesem Thema. Damit ist dann auch der nächste Punkt auf der virtuellen To-Do-Liste abgearbeitet.

Zahl des Tages – Oder: Ein Haufen kunterbunter Fundstücke.

12280. Das ist die Zahl die sie suchen.

Ich habe am Wochenende ein bisschen meine Festplatte durchstöbert und bin auf allerhand Dokumente gestoßen, die teils noch aus der Ära Tränenherz, teils aus der Zeit kurz nach dem Jahreswechsel, stammen und viele kleine Textschnipsel enthalten, die ich vermutlich sogar zu recht großen Teilen irgendwie im neuen Projekt verwenden kann, da sich im Grunde genommen an der groben Struktur von Welt und Hintergrundgeschichte seit Dezember 2015 nicht allzu viel verändert hat. Einzig und allein die Zahl macht mich ein bisschen traurig. 12280 Wörter, die aus den letzten anderthalb Jahren seit Beginn der Arbeit an Tränenherz übrig geblieben sind (nur das gezählt, was tatsächlich Szenen, Kapitelfragmente etc. sind). Irgendwie ist das doch ein bisschen wenig, gerade wenn man bedenkt, dass auch an anderen Projekten nicht viel entstanden ist. Notizmäßig gibt es vielleicht in meinen Notizbücher noch etwas zu finden, die habe ich aber noch nicht wieder durchgeschaut (wobei ich eins irgendwie verlegt habe und das erst einmal wieder finden muss). Trotzdem frage ich mich doch: Was bitte habe ich in den letzten anderthalb Jahren gemacht?

 

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