WIP: Wenn es flutscht, dann flutscht es.

Seit langer Zeit bin ich endlich mal wieder zufrieden mit meiner Schreibleistung. Heute habe ich (bisher) in insgesamt 75 Minuten 1032 Wörter (plus 338 Wörter als Szenennotizen) geschrieben. Allerdings nicht an Nachtsplitter, wie ich eigentlich vorhatte. Stattdessen habe ich spontan entschieden, mein etwas angestaubtes Projekt Caspar (das ich Ende März / Anfang April diesen Jahres angefangen hatte) wieder hervorzuholen und dort nochmal neu anzufangen. Bisher hat es sich gelohnt: An nur einem Tag habe ich an Caspar mehr geschrieben als an Nachtsplitter in einem ganzen Monat. Ich möchte nicht behaupten, dass Nachtsplitter Zeitverschwendung ist, aber Caspar läuft einfach besser. Also: Nachtsplitter wird erstmal wieder hinten angereiht (sorry Marlen). Dafür habe ich mir ein Ziel von 45.000 Wörtern bis Ende September gesetzt (laut Writeometer bin ich bei meiner aktuellen Geschwindigkeit am 13. September fertig).

Das heißt aber auch: Ich habe wahrscheinlich ein Manuskript gefunden, das ich nach dem jetzigen Stand auf jeden Fall bis zur Frankfurter Buchmesse fertig bekommen kann (also was das Schreiben der Rohfassung angeht). Was mich ein bisschen irritiert: Mein Debütroman, an dem ich (in der mittlerweile dritten Rohfassung, ohne auch nur eine davon fertig zu haben) jetzt fast 2 Jahre (Bisher mit Pausen knapp 20 Monate) arbeite, wird nicht fertig. Dagegen läuft ein Projekt, das ich eigentlich nur aus Jux angefangen habe, nach wenigen Wochen (die ich ernsthaft daran gearbeitet habe) viel besser.

So läuft es manchmal im Autorenleben. Manchmal ist man eben unverhofft produktiv (bei einem täglichen Wordcount von ca. 0 Wörtern, sind 1000+ an einem Tag ultraproduktiv). Und manchmal merkt man, dass man die getroffenen Entscheidungen vielleicht im Nachhinein ein wenig optimieren könnte. Wie dem auch sei: Ich schulde Prinzessin Apolonia heute noch mindestens 45 Minuten meiner Zeit. Mal schauen, ob ich die 2000 heute noch knacken kann.

4 thoughts on “WIP: Wenn es flutscht, dann flutscht es.”

  1. P.S. Leider funktioniert die Kommentierfunktion nicht richtig. Sobald ich mehr schreibe, ist die Kommentar-Anzeige zu lang für das Kommentar-Fenster und der „Kommentar absenden-Button“ verschwindet. Schau doch mal, ob du das ändern kannst ;D Wäre doch schade, wenn dir dadurch Kommentare entgehen.

    1. Ich sehe, was du meinst. Bin da jetzt aber gerade dezent überfordert :D. Ich werde mal schauen, ob das Problem auch auf anderen selbstgehosteten WordPress-Blogs auftaucht. Bei den Blogs, die direkt bei WordPress gehostet sind, tritt das Problem nicht auf. Wenn das tatsächlich an mir liegen sollte, dauert die Fehlersuche wahrscheinlich etwas, weil ich spontan nicht wüsste, wo ich anfangen sollte, zu suchen. Aber danke für den Hinweis.

  2. Hallo Florian.
    Das geht mir manchmal auch so. Ich arbeite seit Ewigkeiten an einer Geschichte, die defintiiv mein Herzprojekt ist, aber letztes Jahr hatte ich eine Idee, für die ich mir nur ein paar Notizen gemacht habe, und im März hatte ich richtig Lust, ein wenig daran zu schreiben. Das „wenig“ sind mittlerweile 1.000.000 Zeichen und es werden wohl zwei Geschichten daraus.
    Dir noch viel Erfolg!
    Francis

    1. Eine Million Zeichen aus „ein wenig schreiben“. Das muss man auch erstmal schaffen. Ich habe aber auch das Gefühl, dass man bei seinem Herzprojekt viel zu schnell ein viel zu perfektes Ergebnis abliefern will und deswegen nicht vorankommt. Da schadet es nicht, wenn man mal ein bisschen Abstand gewinnt und erst einmal was anderes macht.

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