Vom Leben als Schrifts(t)eller #1: Noch einmal von vorn.

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Lange ist es her, seit es hier das letzte Mal einen Beitrag von mir gab. Wer es vergessen hat: Es war die Rezension zu Nevernight, letzten September. Das ist schon fast ein Jahr her und die Rezension hat ihren Platz inzwischen in der Weltenbibliothek gefunden, wo sich sich reger Beliebtheit erfreut. Das ist nicht der einzige meiner Beiträge, der dorthin umgezogen ist. Wer ein bisschen mit der Wayback Maschine von Archive.org spielt, wird früher oder später herausfinden, was aus den Beiträgen geworden ist, die hier mal veröffentlicht waren.


Was damit passiert ist? Im Nirvana verschwunden. So viel war es ja nun auch nicht. Nachdem der Blog in den letzten Monaten wahlweise hinter dem Wartungsmodus versteckt war und zwischenzeitlich sogar komplett offline war, habe ich noch einmal von Null angefangen. Ohne Backups. Weder vom Design noch von den Beiträgen. Die DSGVO und eine defekte Datenbank mit über 900.000 Einträgen haben ihren Teil zu dieser Entscheidung beigetragen. Also: Die WordPress-Installation komplett gelöscht und noch einmal neu installiert. Inklusive SSL-Zertifikaten hat es – meinem Hoster sei dank – nicht einmal 5 Minuten gedauert, bis ich das altbekannte Backend vor mir hatte.

Was in der Zwischenzeit mit meinen Projekten passiert ist

Ich habe es gerade schon anklingen lassen. Kurz nachdem dieser Blog nach der Frankfurter Buchmesse von den Bildschirmen in die Vergessenheit gerutscht war, habe ich mit der Weltenbibliothek einen neuen Blog aufgesetzt, der schließlich das Vorgängerprojekt SPPerlen beerbt hat (aufmerksame Follower werden vielleicht festgestellt haben, dass die Accounts auf Twitter und Instagram, sowie die Facebook-Seite ihren Namen geändert haben). Durch diesen Schritt ist die Weltenbibliothek schneller gewachsen, als es mit einem harten Cut möglich geworden wäre.

Hätte ich weitergemacht, wie die SPPerlen aufgehört haben, hätte ich jetzt vermutlich einen Blog, der mit maximal einem Beitrag pro Monat nach spätestens einem halben Jahr wieder eingeschlafen wäre, weil sich so ein Projekt eben nicht stemmen lässt. Dass die Weltenbibliothek inzwischen über 50 Beiträge vorweisen kann liegt daran, dass das Team auf neun Personen angewachsen ist – und zudem eine Frauenquote von sagenhaften 89% aufweist. Der Außendienst funktioniert und die Redaktion und die Rezensenten sind hervorragend aufeinander eingespielt.

Kann man eigentlich auch gemeinsam schreiben?

Das war der Inhalt meines ersten Versuches, auf dem LitCamp eine Session zu halten. Aber das Ergebnis ist: Ja, das geht. Seit September habe ich zwei Projekte mit jeweils einer Co-Autorin angefangen. Die Rohfassung ist inzwischen bei beiden Projekten fertig oder zumindest kurz davor, fertig zu werden. Ansonsten sind meine Projekte insgesamt weniger weit gekommen. Zumindest habe ich momentan nichts, was irgendwie in Word- oder Pagecounts messbar wäre. Zu den beiden Koop-Projekten gibt es in den nächsten Tagen einen gesonderten Artikel, deshalb möchte ich an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen.

Aller guten Dinge sind drei. Technischer Kram.

Insgesamt trumpft Tinte & Schwert mit drei neuen technischen Errungenschaften auf. Die Erste der drei, Gutenberg (das ist der WordPress-Editor, der in WordPress 5 den guten alten TinyMCE ablösen wird), dürfte dich als Leser nur am Rande interessieren. Gut, dieser Beitrag war der erste Beitrag, den ich in Gutenberg geschrieben habe. Aber das wäre dir vermutlich nicht einmal aufgefallen, wenn ich es dir nicht gesagt hätte. Vielleicht schreibe ich bei Gelegenheit mal, warum ich den TinyMCE vermissen, Gutenberg aber dennoch benutzen werde.

Sind sie nicht ein niedliches Paar?

Viel interessanter dürfte für dich als Leser meine zweite Neuerung sein. Wie du vielleicht schon festgestellt hast, kann man mich jetzt bei Patreon unterstützen. Anders als zunächst angedacht, werde ich den Bonus-Inhalt für Patrons aber nicht auf einem externen Blog, sondern direkt hier, hochladen. Das hat für mich den Vorteil, dass ich bei der Erstellung eines Beitrages für Patrons nur eine einzige Zahl eintragen muss, um “normale” Besucher auszusperren. Wer mich dagegen bei Patreon unterstützt, kann sich direkt nach seinem Pledge mit seinem Patreon-Account hier auf der Seite einloggen. Wie cool ist das denn?

Wenn du mitgezählt hast, habe ich dir drei Neuerungen versprochen. Auch Nummer 3 wird für dich interessant sein, da bin ich mir sicher. Aber mehr dazu werde ich dir erst nach dem Litcamp in Hamburg verraten, wenn ich das entsprechende Plugin scharfschalte. Bis dahin lohnt es sich, besonders meinen Instagram-Account im Auge zu behalten. Aber auch über Twitter wirst du nicht leer ausgehen, was Informationen angeht.

In diesem Sinne soll es das von mir erst einmal gewesen. Lass mir doch ein paar Zeilen als Kommentar da, wenn dir noch etwas einfällt, das ich gerade vergessen habe. Wir sehen uns.

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